Kiel entmilitarisieren!

Antimilitaristische Kundgebungen:

Samstag, 30.05.2026: Stadt für Alle statt Kriegshafen!
14 Uhr | Ehem. MFG5-Gelände | Holtenau

Freitag, 05.06.2026: Kriegstreiber raus aus den Schulen!
10 Uhr | Feldstr. (Hebbelschule)

Die laufende Militarisierung zur Vorbereitung kommender Kriege wird im Alltag immer spürbarer – nicht zuletzt an Marine- und Rüstungstandorten wie Kiel. Die hunderten Milliarden, die in die Aufrüstung der Bundeswehr und zur Kriegstüchtigmachung der Infrastruktur gepumpt werden, fehlen schon jetzt bei Bildung, Gesundheit und Sozialem. Und die Sozialkahlschlags-Pläne der Merz-Regierung stellen noch deutlich Schlimmeres in Aussicht. Jugendliche und junge Erwachsene sind durch die faktische Wiedereinführung der Wehrpflicht längst wieder durch Zwangsdienste an der Waffe für Standort und Kapital bedroht. Aber auch unsere ganz realen Lebensräume werden zunehmend von Militär und Kriegspropaganda vereinnahmt – mit fatalen Folgen. In Kiel gibt es in nächster Zeit gleich zwei Gelegenheiten, sich diesen Entwicklungen entgegen zu stellen.

Es gilt als so gut wie beschlossen, dass die Bundeswehr die Kieler Bevölkerung binnen weniger Monate um eine der wichtigsten Flächen für den dringend benötigten Wohnungsbau, der Freizeitgestaltung und der Naherholung bringen konnte. Das ehemalige MFG5-Gelände soll für die militärischen Ambitionen der Kriegsstrateg:innen in diesem Land enteignet werden. Die Leidtragenden: Wohnungssuchende, Anwohner:innen, Jugendliche, der Wagenplatz Schlagloch und viele andere, die dort, wo sich die Verantwortlichen der Stadt gefügt haben, längst gegen dieses Vorhaben aktiv geworden sind. Am Samstag rufen Nutzer:innen des Geländes sowie soziale und politische Initiativen zu einer gemeinsamen Kundgebung vor Ort in Holtenau auf. Wir schließen uns an: Stadt für Alle statt Kriegshafen für deutsche Großmachtinteressen!

Seit Monaten treten bundesweit immer wieder zigtausende Schüler:innen gegen die Wehrpflicht in den Schulstreik, auch in Kiel gingen regelmäßig Hunderte auf die Straße. Die Antwort von Behörden und staatstragendem Establishment blieb nicht aus: Einschüchterungsversuche durch Geheimdienst und politische Polizei sowie mediale Hetze gegen die Organisator:innen sind die eine Seite der Medaille. Den Betroffenen dieser Repression gilt unsere unbedingte Solidarität! Die militaristische Beeinflussung des Diskurs an den Schulen von Oben ist jedoch die andere Seite. So soll bei einer Podiumsdiskussion nächsten Freitag an der Hebbelschule, die von den Leitungen verschiedener Kieler Gymnasien initiiert wurde, keine Geringere als Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Rüstungslobbyistin und FDP-Kriegstreiberin Nummer 1, sowie ein Referent des in Kiel ansässigen NATO-Think-Tanks „Institut für Sicherheitspolitik“ sprechen. Doch dagegen regt sich Widerstand. Auch wir sagen: Kriegstreiber:innen raus aus den Schulen!

Lassen wir nicht zu, dass unsere Stadt weiter zur zentralen Drehscheibe der Bundeswehr, der Kriegstreiber:innen und der Rüstungsindustrie ausgebaut wird. Denn ihre militärische Sicherheitslogik bedeutet Leid und Tod in aller Welt und eine existenzielle Gefährdung unseres sozialen Zusammenlebens auch hier. Schmeißen wir die Vollstrecker:innen, Vordenker:innen und Profiteur:innen des globalen Krieges der Herrschenden deshalb raus aus unserer Stadt, bevor es mal wieder zu spät ist. Wir rufen deshalb alle Kieler:innen dazu auf, die antimilitaristischen Aktionen zu unterstützen!