„Wut verbindet – Deutschland spaltet. Klassensolidarität statt Vaterland!“ Gegen die Einheitsfeier 2019 in Kiel

Ach Du Scheiße, dieses Jahr findet im dreißigsten Jahr nach der historischen Maueröffnung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) die zentrale Jubelfeier dessen, was sie „Wiedervereinigung“ nennen, in Kiel statt. Die Führungsriege der heutigen großdeutschen Republik will selbstherrlich ihr proklamiertes Ende der Geschichte zelebrieren. Im Kern feiern die BRD-Oberen also die ungebremste Ausdehnung der kapitalistischen Ausplünderung von Mensch und Natur in nahezu allen Ecken der Welt. Sie wollen uns die Einverleibung der DDR in die Bundesrepublik als Erfolgsgeschichte und die wiedererstarkte Rolle der BRD in der Welt als verantwortungsvoll verkaufen. Als etwas, auf das wir stolz sein sollen. Mit Bier und Bratwurst auf einem riesigen Volksfest bestechen sie uns, in den Lobgesang der Herrschenden mit einzustimmen. Worüber sie nicht reden werden: Über zahllose ostdeutsche Biographien, die durch die ökonomische, soziale und politische De-Strukturierung der „Neuen Bundesländer“ nachhaltig zerstört worden sind. Über den bis heute andauernden Nazi-Terror im Fahrwasser des nationalistischen Einheitstaumels, über die systematische Entwürdigung von HartzIV-Betroffenen, Wohnungsnot und steigende Armut in einem der reichsten Staaten der Welt. Über die Mitschuld, die Deutschland aktiv oder passiv bei Krieg, Verwüstung und Ausbeutung anderer Länder trägt. Und auch nicht über den politisch geförderten Massenmord an den EU-Außengrenzen an denen, die davor fliehen müssen. Aber genau diese deutsche Realität werden wir zum Ausgangspunkt unserer Gegenerzählung zur Propagandafeier am 3. Oktober 2019 in Kiel machen.

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Wir sind Perspektive Solidarität Kiel…

…ein neuer linksradikaler Zusammenhang, der sich 2018 gefunden und zusammengeschlossen hat, um künftig in Kiel gemeinsam Politik zu machen. Heute veröffentlichen wir im Zuge unserer ersten „offiziellen“ Veranstaltung als PSK „Feministischer Generalstreik, soziale Kämpfe und linke Stadtteilpolitik in Barcelona“ die ersten Ergebnisse unserer Grundsatzdiskussion in der Form eines Selbstinterviews, um uns näher vorzustellen. Gleichzeitig geht ab heute auch unsere Homepage online, über die wir die Dinge mit denen wir uns beschäftigen verbreiten und unsere Arbeit dokumentieren werden.

„Feministischer Generalstreik, soziale Kämpfe und linke Stadtteilpolitik in Barcelona“, 22.8., 19 Uhr, Li(e)ber Anders

„Per canviar-ho tot!“ – Feministischer Generalstreik, soziale Kämpfe und linke Stadtteilpolitik in Barcelona

Am 8. März gingen in diesem Jahr in ganz Spanien zum wiederholten Male Millionen Frauen* gegen patriarchale Gewalt, Geschlechterungerechtigkeit und die Nichtanerkennung von Reproduktionsarbeit auf die Straße. Unter dem Motto „Ohne Frauen* steht die Welt still!“ wurde dazu aufgerufen, an diesem Tag in einen Lohnarbeits-, Reproduktions-, Konsum- und Bildungsstreik zu treten, um so das ganze Land lahm zu legen. Zugleich spielten in vielen Aufrufen und Parolen antirassistische und antikapitalistische Positionen eine zentrale Rolle, die ausgehend vom feministischen Kampf die Systemfrage stellten.

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