
Samstag, 14.03.2026 | 10-16 Uhr | Stadtteilladen Anni Wadle (Kieler Str. 12)
Wir sind Zeug:innen einer imperialen Neuordnung der Welt, die mit umfangreichen Angriffen auf die globalen Armen einhergeht. Der Politikwissenschaftler William I. Robinson hat das als zentrales Merkmal des «Faschismus des 21. Jahrhunderts» bezeichnet und spricht von «militarisierter Akkumulation». Gleichzeitig entwickelt sich multipolare Weltordnung zu einem Treiber neuer Kriegsdynamiken: Einerseits führt die wachsende Konkurrenz zum geopolitischen Wettlauf um Ressourcen, andererseits entsteht in den Nischen der zerbröckelnden Ordnung Raum für subimperialistische Projekte.
Was aber könnten die Grundlagen für einen Internationalismus sein, der eine radikal-universelle Befreiung ermöglicht? Fest steht, es kann keine linke Politik an der Seite von Regierenden geben. Historisch oblag es den marginalisierten Teilen der Linken – Feminist:innen, Abolitionist:innen, revolutionären Kommunist:innen, Anarchist:innen –, eine internationalistische Praxis jenseits der Nation immer wieder aufleben zu lassen.
In dem Workshop wird Raul Zelik diese imperiale Neuordnung der Welt analysieren. Darauf aufbauen wollen wir die Konturen eines neuen Internationalismus skizzieren, der das gemeinsame Interesse der unteren Klassen an der Zerschlagung des militärisch-industriellen Komplexes als Ausgangspunkt nimmt.
Alle Seminare finden im Stadtteilladen Anni Wadle (Kieler Str. 12, 24143 Kiel) statt und aufgrund begrenzter Plätze bitten wir um eine Voranmeldung. Dafür könnt ihr einfach an mail@perspektive-solidaritaet.org schreiben oder euch direkt im Stadtteilladen melden. Die Seminarreihe findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein statt.