Internationalistisch-antikapitalistischer Block auf der 8M-Demo
Mittwoch, 8. März 2023 | 16 Uhr | Platz der Kinderrechte | Kiel
Internationalistisch-antikapitalistischer Block auf der 8M-Demo
Mittwoch, 8. März 2023 | 16 Uhr | Platz der Kinderrechte | Kiel
„Wir müssen nüchterne, geduldige Menschen sein, die nicht verzweifeln angesichts der schlimmsten Schrecken und sich nicht an jeder Dummheit begeistern. Pessimismus des Verstandes, Optimismus des Willens.“ (Antonio Gramsci)
Auf die Straße am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen – zusammen gegen patriarchale Zustände!
Schilderwald | Fr. 25.11.2022 | 18 Uhr | Holstenstr. | Kiel
Der 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Auch wir möchten diesen Tag nutzen, um in Kiel gegen patriarchale Gewalt in all ihren Auswüchsen auf die Straße zu gehen, unserer Wut hierüber Ausdruck zu verleihen und die strukturellen Verhältnisse hinter ihr sichtbar zu machen. Denn patriarchale Gewalt ist allgegenwärtig und überall. Sie betrifft viele von uns jeden Tag und macht uns traurig, aber auch wütend!
„Wenn wir streiken, steht die Welt still!“
Unter diesem Motto waren wir am Montag dem 8. März, am feministischen Kampftag, auf der Straße! An drei symbolischen Orten waren wir mit unserem mobilen Streikcafé und haben uns so mit verschiedenen Arbeitskämpfen und feministischen Aktivist*innen solidarisiert.
Gemeinsam haben wir unsere Wut auf das kapitalistische Patriarchat und unsere Forderungen für einen solidarischen Feminismus und ein gutes Leben für alle stark gemacht.
Aufruf und geplante Aktionen des Bündnisses „8M-Kiel“ für einen feministischen Streik am 8.März 2021:
„Feministische Bewegungen sind weltweit so stark wie lange nicht mehr. In den letzten Jahren wurde in vielen Ländern zum Streik am 8. März aufgerufen – dem internationalen feministischen Kampftag. Diese neue feministische Streikbewegung hat sich in den letzten Jahren über die ganze Welt ausgebreitet und ist zu einer der stärksten sozialen Bewegung unserer Zeit geworden. Auch in Kiel ruft das feministische Bündnis 8M-Kiel alle Frauen, Lesben, intergeschlechtlichen, nicht-binären und trans Personen (kurz FLINT*)[1] dazu auf, gemeinsam am 8. März 2021 die Arbeit niederzulegen und sich am feministischen Streik zu beteiligen. Denn wenn wir streiken, steht die Welt still!
Wir dokumentieren und unterstützen die Kampagne „100 Gründe, Erdoğan zu verurteilen“ der Kurdischen Frauenbewegung in Europa.
„Am 25. November starteten wir eine weltweite Kampagne unter dem Motto „100 Gründe, Erdoğan zu verurteilen“. Während der 18 Jahre an der Macht hat der türkische Staat unter der „Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung“ (AKP) Tausende von unbestraften Verbrechen begangen. Häufig wurden Frauen von der türkischen Regierung gezielt angegriffen, die einerseits mit ihrer sexistischen Mentalität und Politik den Feminizid in der Gesellschaft normalisiert und andererseits politische Frauen mit Gewalt, Zensur und Inhaftierung ins Visier nimmt. Trotz einer Flut von Beweisen wurden diese Angriffe nicht aufgeklärt. Dies veranlasste uns, eine internationale Kampagne gegen Recep Tayyip Erdoğan, den Hauptverantwortlichen für diese Verbrechen an Frauen zu starten.
Am Mittwoch, den 25. November folgten 200 Teilnehmer*innen dem Aufruf zum „Tag gegen die Gewalt an Frauen*“ mit einem Schilderwald in der Kieler Holstenstraße zu demonstrieren. Auf etlichen Schildern wurden die vielfältigen Formen von Gewalt an Frauen, Lesben, Inter, Nichtbinäre- und Transpersonen (FLINT*) sowie der strukturellen Charakter dieser Gewalt benannt und zur gemeinsamen Organisierung gegen diese Verhältnisse aufgerufen.
Sonntag, 1. November – 12 Uhr – Kiel (der genaue Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben, siehe Corona-Hinweise unten)
Wer wir sind
Wir sind ein neues Bündnis, das sich im September dieses Jahres – also vor gut zwei Monaten – gegründet hat, um im nächsten Jahr am 8. März einen feministischen Streik in Kiel zu organisieren. Es sind viele Strukturen, die in den letzten Jahren an der Organisation der großen Demos am März beteiligt waren, Teil des Streikkomitees. Zugleich sind auch viele neue Gruppen hinzugekommen, sodass wir uns zwar im Kontext all der großartigen Aktionen und Veranstaltungen, die bereits in den letzten Jahren zum Frauenkampftag stattgefunden haben verorten, hiervon aber organisatorisch unabhängig sind. Wir starten also einen neuen Anlauf mit dem Ziel, an den Erfolgen der letzten Jahre anzuknüpfen und mit der Organisierung eines feministischen Streiks einen Schritt weiter zu gehen.
Am Donnerstagnachmittag (20.2.20) beteiligten sich bis zu 1000 Leute an der Demonstration gegen den akuten Personalnotstand am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH). Dem Aufruf des Bündnisses Gemeinsam für mehr Personal am UKSH folgten Angestellte der Kliniken in Kiel und Lübeck, dem Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP), der Auszubildendenakademie sowie Angestellte des Städtischen Krankenhaus und solidarische Patient*innen. Grund für die Demonstration ist die völlige Ignoranz des Klinikvorstands gegenüber der Forderung nach einem Tarifvertrag zur Entlastung der Pflegebeschäftigten, woraufhin es Anfang Februar in Kiel und Lübeck bereits zu einem zweitägigen Warnstreik in Kiel kam, an dem sich 800 Pfleger*innen beteiligten und auch Ärzt*innen die Arbeit in Solidarität niederlegten. Zu der gestrigen Demonstration hatten ebenfalls linke Gruppen wie die SDAJ Kiel und Perspektive Solidarität aufgerufen, die unter dem Motto „Pflegeaufstand gegen den Pflegenotstand“ gegen die neoliberale Ökonomisierung des Gesundheitswesens mobilisierte.
Demonstration | Donnerstag, 20. Februar 2020 | 16 Uhr HBF | Kiel
Am Donnerstag ruft das Bündnis Gemeinsam für mehr Personal am UKSH zur Großdemonstration gegen den akuten Personalnotstand am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) auf. Nachdem der Klinikvorstand die Tarifverhandlungen durch völlige Ignoranz gegenüber den gewerkschaftlichen Forderungen nach ausreichend Pflegepersonal platzen ließ, kam es in Kiel und Lübeck Anfang Februar erstmalig zu zweitägigen Warnstreiks von 800 Pfleger*innen. Auch Ärzte legten die Arbeit nieder. Nichtsdestotrotz verlief auch die nachfolgende Verhandlungsrunde ergebnislos. Seit dieser Woche findet deshalb eine Urabstimmung der Belegschaften über die Aufnahme unbefristeter Streiks am UKSH statt, um die Forderungen zur Entlastung der Pfleger*innen im Arbeitskampf durchzusetzen.