
600 Teilnehmer:innen eröffneten am Donnerstag mit der revolutionären 1Mai-Vorabenddemo in Kiel-Gaarden den internationalen Kampftag der Arbeiter:innenklasse. Bei frühsommerlichem Wetter begrüßte das Bündnis die Anwesenden am Vinetaplatz mit einem zweisprachigen Redebeitrag zur tiefen Krise des Kapitalismus und ihren existenziellen Auswirkungen in der ganzen Welt. Wie sich diese Entwicklung auch in Gaarden niederschlägt, thematisierte der Stadtteilladen Anni Wadle und rief den solidarischen Stadtteil aus. Die DKP Kiel sprach zu den massiven Angriffen auf die Errungenschaften der Arbeiter:innenbewegung und der Notwendigkeit ihrer Verteidigung.
Der Demozug, der verschiedene Spektren der revolutionären Linken widerspiegelte, setzte sich anschließend über das Karlstal in Bewegung und zog lautstark und unter Freudenfeuerwerk aus der Nachbarschaft in die Schulstr. Bei der 1. Zwischenkundgebung auf der Elisabethstr. sprach die Initiative Gemeinsam Kämpfen in Sichtweite der TKMS-Werft zu Internationalismus und globalem Widerstand gegen Militarisierung und Krieg.


Die 2. Etappe führte über die Kaiserstr. in die Iltisstr. Hier stoppte die Polizei die Demo. Als Vorwand führte sie Pyrotechnik sowie eine „Sicherheitsgefährdung“ durch Personen auf den Dächern an. 20 Minuten Verzögerung und eine willkürliche Umleitung durch die Gaußstr waren die Folge. Die Schikane konnte jedoch nicht verhindern, dass die Demo von den angrenzenden Dächern mit Feuerwerk empfangen wurde. Die 2. Zwischenkungebung wurde am Henry-Vahl-Platz abgehalten. Hier rief die SDAJ Kiel die Jugend zum zum Schulstreik gegen Wehrpflicht auf. Die lebendige Schlussetappe ging über Kirchenweg und Elisabethstr zurück zum Vinetaplatz.


Mit Reden des Roten Kollektiv Kiel zur Dringlichkeit des Aufbaus revolutionärer Gegenmacht sowie einer Skizze des Weltkommunismus von Perspektive Solidarität Kiel endete der Auftakt zum 1. Mai mit Hinweisen auf die weiteren Aktivitäten. Die Polizei ließ sich nicht nehmen, ihre Provokationen auch nach Auflösung der Demo fortzusetzen und belagerte im Anschluss kurzzeitig die Kieler Str.. Eine Eskalation konnte durch das besonnene Agieren der abreisenden Demoteilnehmer:innen vermieden werden.









