Breite antikapitalistische Beteiligung an der Gewerkschaftsdemonstration zum 1.Mai

Als etablierter Bestandteil zum 1.Mai haben auch dieses Jahr wieder Gruppen aus der radikalen und revolutionären Linken zur aktiven Beteiligung an der DGB-Demonstration am Vormittag des internationalen Arbeiter:innenkampftages mobilisiert.

Der Stadtteilladen rief zum gemeinsamen Rübermachen aus #Gaarden auf und formierte mit weiteren Strukturen wie Perspektive Solidarität Kiel, der Waggengruppe Schlagloch, der Antifajugend, der FAU, TKKG und Friday for Future einen größeren antikapitalistischen Block. Mittels Transparenten, Schildern und Parolen wurden klassenkämpferische Perspektiven auf die Themen Militarisierung, Wohnen, Klimaschutz und Krise artikuliert sowie immer wieder die internationale Solidarität hochleben gelassen. Bei sommerlichem Wetter war die Stimmung durchgängig gut und laut.

Davor ging der klassenkämpferische Block zu dem u.a. die Initiative Gemeinsam Kämpfen und OTK aufgerufen hatten. Angeführt wurde die Demo vom Jugendbündnis bestehend aus verschiedenen Gewerkschafts- und Parteijugenden sowie Gruppen wie dem Schulstreik gegen Wehrpflicht. Diese saßen mit ihren lautstarken Forderungen gegen Wehrpflicht, Militarisierung und sozialen Frieden der Gewerkschaftsspitze rund um Mathias Stein buchstäblich im Nacken.

Wie auch in den letzten Jahren ging die Route vom Gewerkschaftshaus über den Knooper Weg, die Holtenauer und Brunswiker Str. zum Schloßgarten zur Abschlusskundgebung am Rathausplatz, wo kulturelles und kulinarisches Programm wartete. Viele der Teilnehmenden konnten später noch auf dem Maifest des Stadtteilladen Anni Wadle begrüßt werden.

Mit 3500 Teilnehmenden war die Demonstration noch einmal deutlich größer als in den letzten Jahren. Mit den den linksradikalen Blöcken sowie der Sichtbarkeit selbstorganisierter Initiativen wie Sozial- und Erziehungsdienst am Limit konnte zudem ein klar klassenkämpferischer Ausdruck in die Demo gebracht werden. Dieser kann auch als wichtiger Kontrapunkt zum DGB-Apparat gesehen werden, der trotz weitreichender Angriffe auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter:innenklasse nicht über die handzahmen Forderung „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ hinauskam.