„Wir sind der Stadtteilladen Anni Wadle in Gaarden. Im September 2022 haben wir unsere Türen in der Kieler Str. 12 geöffnet, um einen solidarischen, selbstverwalteten und antifaschistischen Anlaufpunkt im Stadtteil zu schaffen. Unser Ursprung ist das Projekt Li(e)ber Anders in der Iltisstraße 34, dessen insgesamt 30-jährige Existenz im Sommer 2021 Opfer der laufenden Verdrängungsprozesse in unserem Stadtteil geworden ist. Nun melden wir uns mit mit frischer Energie, neu dazu gestoßenen Genoss*innen und geschärftem Konzept zurück. Wir freuen uns über alle, die Lust haben uns kennenzulernen.
Solidarische Stadt
Kraftvolle Demonstration gegen Preisexplosionen und kapitalistische Krisenpolitik
Am Samstag (22.10.2022) schlossen sich in Kiel bis zu 600 Teilnehmer*innen der Bündnis-Demo „Preise runter! Die Reichen zur Kasse.“ gegen die Preisexplosionen und die kapitalistische Krisenpolitik auf dem Rücken der kleinen Leute an. Die kämpferische, laute und bunte Demo startete auf dem Europaplatz in der Innenstadt und zog am frühen Nachmittag in den von Verarmung stark betroffenen Stadtteil Gaarden, wo auf dem Alfons-Jonas-Platz die Abschlusskundgebung stattfand. Zwischenkundgebungen gab es am Hauptbahnhof und auf dem Vinetaplatz.
90 Teilnehmende bei Kundgebung „Preise runter! Die Reichen zur Kasse.“ in Gaarden
Bis zu 90 Teilnehmer*innen zählte die heutige Vorabendkundgebung auf dem Gaardener Vinetaplatz zur Demo „Preise runter! Die Reichen zur Kasse.“. In mehrsprachigen Redebeiträgen wurde zum Widerstand gegen die aktuellen Preisexplosionen und die Krisenpolitik im Interesse der Reichen und Konzerne sowie die Gaardener*innen zur Teilnahme an der morgigen Demo aufgerufen, die um 13 Uhr auf dem Europaplatz in der Innenstadt startet.
Neue Ausgabe der Stadtteilzeitung Solidarisches Gaarden mit Schwerpunkt Krise und Preisexplosionen erschienen
Aktivist*innen haben heute hunderte Exemplare der druckfrischen fünften Ausgabe der Stadtteilzeitung „Solidarisches Gaarden“ mit Schwerpunkt zu Krise und Preisexplosionen sowie der Mobilisierung zur Demo „Preise runter! Die Reichen zur Kasse.“ in den Straßen und Läden Gaardens verteilt. Holt Euch die aktuelle Ausgabe ab, z.B. im Stadtteilladen Anni Wadle in der Kieler Str. 12!
Programm Stadtteilladen Gaarden Oktober 2022
Auch im Oktober hat der Stadtteilladen Gaarden in der Kieler Str. 12 einiges an Programm zu bieten. Regelmäßig gibt es die offene Ladenschicht zum reinschauen und austauschen (Montag 17-19 Uhr), die gegenseitige Unterstützung bei Ärger mit Jobcenter und Behörden (Dienstag 16-18 Uhr) und lecker Essen gegen Spende von der Küche für alle (Mittwoch 17-20 Uhr). Am letzten Freitag findet wie gehabt das offene Treffen des Nara – netzwerk antirassistische aktion kiel (18 Uhr) statt.
Neuer Stadtteilladen in der Kieler Straße 12 macht auf!
Offene Tür im neuen Stadtteilladen | Montag 01.08.2022 | 17 – 20 Uhr | Kieler Straße 12 | Kiel-Gaarden
Endlich ist es soweit: Der Stadtteilladen in der Kieler Straße 12 öffnet die Türen. Unser Ursprung ist das Projekt Li(e)ber Anders in der Iltisstraße 34, dessen insgesamt 30-jährige Existenz im Sommer 2021 nach unbegründeter Kündigung durch die Hauseigentümerin Opfer der laufenden Verdrängungsprozesse in unserem Stadtteil geworden ist.
Wir haben im Kampf um das L(i)eber Anders versprochen, dass wir uns nicht vertreiben lassen. Wir halten Wort und melden uns nun mit unserem Stadtteilladen in der Kieler Straße zurück.
350 Demonstrant*innen für Li(e)ber Anders und gegen soziale Verdrängung
Etwa 350 Menschen demonstrierten am Samstag in Kiel-Gaarden unter dem Motto „Wir lassen uns nicht verdrängen – Li(e)ber Anders verteidigen!“ für den Erhalt des linken Stadtteilladens Li(e)berAnders sowie gegen hohe Mieten, unsoziale Aufwertung und Verdrängung. Die Demonstrant*innen zogen am Nachmittag vom Vinetaplatz eine große Runde durch den Stadtteil und endeten nach etwa zwei Stunden vor dem Li(e)ber Anders in der Iltisstraße 34. Hier wurde der Aufzug vom Dach des Hauses mit einem kleinen Feuerwerk begrüßt. Vom Straßenrand und aus den Fenstern erhielten die Forderungen durchgehend viel Zuspruch von Anwohner*innen.
„Solidarisches Gaarden“ – Zeitung aus dem Stadtteil, für den Stadtteil
Solidarisches Gaarden | Ausgabe 01 | Dezember 2020
Im Dezember ist die erste Ausgabe der neuen Stadtteilzeitung „Solidarisches Gaarden“ erschienen. Die Zeitung wird herausgegeben von Leuten die in Gaarden leben und seit vielen Jahren in verschiedenen Initiativen und Projekten im Stadtteil aktiv sind. In der ersten Ausgabe mit dem Schwerpunktthema „Corona“, findet sich neben einem lesenswerten Interview mit dem Solidaritätsnetzwerk „Gaarden solidarisch gegen Corona“ auch ein Artikel von Perspektive Solidarität. Unter dem Titel „Wer hat, soll geben!“ machen wir deutlich, dass das die Pandemie und die damit verbundenen sozialen und ökonomischen Folgen vor allem bereits benachteiligte Bevölkerungsgruppen am härtesten treffen, während Großkonzerne ihre Gewinne trotz (oder gerade wegen) Corona weiter steigern. Ein erster Schritt aus dieser Krise muss ein Umverteilung der Krisenkosten von unten nach oben sein und deshalb soll geben, wer hat!
„Vielleicht ist das Fenster der Möglichkeiten aktuell nicht offen, aber wir können genug Kraft entwickeln, um es einzuschlagen.“ – Redebeitrag von PSK zum 1.Mai
Nachfolgend dokumentieren wir unseren Redebeitrag zur 1.Mai-Bündniskundgebung „Krise? Nicht auf unsere Kosten!“ in Kiel.
Lieber Kieler*innen, Liebe Genoss*innen, Liebe Freund*innen,
was für Zeiten, in denen wir hier am 1. Mai trotz dieser schwierigen Umstände zusammenstehen. Was für Zeiten, in denen wir hier auch gerade wegen dieser schwierigen Umstände und allem was daraus folgen wird stehen: Gegen ein Abwälzen der Krisenkosten nach unten, Gegen die autoritäre Formierung, gegen Abschottung und nationale Krisenlösungen, gegen ein System, das Profite über Menschenleben stellt und für ein Leben in wirklicher Sicherheit, Würde und Solidarität.
1. Mai 2020: Auf der Straße trotz und wegen Corona
Handgezählte 50 genehmigte Teilnehmer*innen plus etwa 200 solidarische Zuschauer*innen versammelten sich am Freitagmittag bei durchwachsenem Wetter zur 1. Mai-Bündniskundgebung am internationalen Kampftag der Arbeiter*innenklasse unter dem Motto Krise? Nicht auf unsere Kosten! – 1. Mai Kundgebung Kiel auf dem Platz der Matrosen am Hauptbahnhof. Die eineinhalbstündige Aktion, die als Reaktion auf die bedauerliche Komplettabsage der traditionellen Gewerkschaftsdemo in diesem Jahr kurzfristig von linken Gruppen und Organisationen initiiert wurde, wurde in Zeiten der Corona-Pandemie unter Einhaltung der Abstandsmaßgaben durchgeführt, die Teilnehmer*innen trugen zudem Mundschutze. Einige Teilnehmer*innen nutzten den Weg zur Kundgebung zudem zum politischen Ausdruck als kleine Fahraddemo oder Autokorso.
Der inhaltliche Charakter der Kundgebung war klar antikapitalistisch. In Redebeiträgen der SDAJ Kiel, von Perspektive Solidarität Kiel (PSK), der Linksjugend Solid Kiel, der DKP Kiel, des Roten Kollektiv Kiel, der Roten Hilfe, von DIDF sowie von Gaarden solidarisch gegen Corona – Das Solidaritäts- und Hilfsnetzwerk wurde z.B. zum Widerstand gegen die zu erwartenden Angriffe auf die Lohnabhängigen nach Corona, zur Verteidigung der außer Kraft gesetzten Grundrechte und zur Alltagssolidarität aufgerufen, die Evakuierung der Geflüchtetenlager an den EU-Außengrenzen und die Vergesellschaftung des Pflege- und Gesundheitssektors gefordert. Einigkeit bestand auch darin, dass die Corona-Krise einmal mehr den menschenverachtenden Charakter des Kapitalismus unter Beweis stellt, der die Herbeiführung sozialistischer Gesellschaftsmodelle nötiger denn je erscheinen lässt. Solange jedoch muss die Devise lauten: Die Reichen sollen die Krise bezahlen!